Schmerzen verstehen III – der konditionsschwache, verletzte Körper

Schmerz kann entstehen, obwohl keine frische Verletzung vorliegt. Ein Körper, der lange belastet wurde, sich wenig bewegt oder schlecht regeneriert, ist bereits geschwächt und gerät leichter in einen Zustand von Daueralarm.

Nicht jeder Schmerz beginnt mit einer akuten Verletzung. Fehl- und Überlastung, Unterforderung oder einseitige Nutzung können die Alarmbereitschaft erhöhen.

Entzündung ist zunächst ein Heilungsprozess. Gewebeverletzungen lösen Entzündungen aus, aktivieren Gefahrensensoren und erhöhen die Empfindlichkeit der Nerven. Akut ist das sinnvoll – hier geht es nicht um chronische Erkrankungen.

Bewegungsmangel verstärkt den Alarm. Bleibt Bewegung aus oder besteht dauerhaft Druck, sammeln sich Stoffwechselnebenprodukte im Gewebe. Diese reizen chemische Alarmsensoren – es entstehen mehr Warnsignale und damit mehr Schmerz.

Muskeln sind selten verletzt. Sie reagieren empfindlich, wenn sie zu wenig oder einseitig arbeiten. Gleichzeitig sind sie gut durchblutet, anpassungsfähig und mit Bewegung sehr gut heilungsfähig.

Nerven regulieren Schmerz aktiv. Das Hinterwurzelganglion sitzt direkt vor dem Rückenmark und steuert, wie empfindlich Nerven reagieren.

Nerven senden Signale sowohl zum Gehirn als auch zurück ins Gewebe. Dadurch kann sich Schmerz selbst verstärken.

Merke dir: Ein geschwächter Körper reagiert sensibler. Entzündung ist nicht automatisch schlecht. Bewegung senkt häufig die Alarmbereitschaft. Muskeln und Nerven sind anpassungsfähig. Schmerz ist ein Schutzsignal – kein Beweis für Schaden.

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